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Leading Partner in the World of Metals

Interview der Geschäftsführung

„Der Erfolg hängt von unserer Transformation ab.“

Die Stahlbranche ist in Bewegung. Im Interview spricht die Ge­schäftsführung darüber, wie sie den Herausforderungen am Markt begegnet, welche Chancen sich daraus aber auch ergeben und was die globalen Megatrends mit der künftigen Ausrichtung der SMS group zu tun haben.

Wo lagen 2018 die größten Herausforderungen für die SMS group?

Burkhard Dahmen: Der Markt, in dem wir uns bewegen, ist weltweit herausfordernder denn je: Einerseits belohnt er die Besten und Mutigsten, andererseits bestraft er diejenigen, die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, mit der Zeit zu gehen.

Torsten Heising: Insgesamt ist die SMS group mit ihrer Rückkehr zur alten Stärke auf Kurs. Finanziell sind wir wieder auf dem Vormarsch, und wenn wir unsere Disziplin und unser Engagement bei der Task Force ’21 beibehalten, werden wir unser Ziel, ein profitables Wachstum und ein Betriebsergebnis von sieben Prozent, erreichen.

Prof. Dr.-Ing. Katja Windt: Die Digitalisierung der Metallindustrie ist mit Sicherheit einer der wichtigsten Innovationstreiber für die Zukunft. Hier haben wir frühzeitig – im Dialog mit unseren Kunden – begonnen, wegweisende und innovative Lösungen zu schaffen. Schon heute bieten wir neue Produkte und Dienstleistungen auf Basis digitaler Technologien, mit denen unsere Kunden große Effizienzverbesserungen erzielen.

Prof. Dr.-Ing. Hans Ferkel: Auch in anderen Bereichen hat die SMS group ihre Claims abgesteckt. Wer Neuland betritt, muss sich besonders anstrengen, um mitzuhalten. Doch das schreckt uns nicht ab. Jüngste Beispiele sind Investitionen in grüne Stahlerzeugung, die Herstellung von E-Fuels und die Nutzung der Abwärme der Stahlerzeugung.

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„Der sich verändernde Markt stellt Anforderungen an uns, denen wir uns stellen müssen.“

Torsten Heising, CFO, SMS group GmbH

Als „Leading Partner in the World of Metals“ setzt die SMS group stets neue maßstäbe für die gesamte Branche. Welche waren das im Jahr 2018?

Michael Rzepczyk: Ein Highlight war sicherlich die Inbetriebnahme der weltweit stärksten und modernsten hydraulischen Gesenkschmiedepresse in Unterflurbauweise für die OTTO-FUCHS-Gruppe am Standort Weber Metals in Kalifornien. Die SMS group hat für die Anlage rund 9.000 Tonnen Stahl verbaut. Das ist wirklich eine neue Dimension für die Zukunft des Schmiedens. Auch Shandong Iraeta stellt dank uns einen neuen Rekord auf: Die neu entwickelte Ringwalzmaschine ermöglicht das nahtlose Walzen von Ringen mit einem Durchmesser von maximal 16 Metern.

Prof. Dr.-Ing. Hans Ferkel: Hervorzuheben ist die Beteiligung von Paul Wurth an der Sunfire GmbH, die hocheffiziente Elektrolysen und Brennstoffzellen entwickelt und herstellt. Wir rüsten uns damit für die anstehende Transformation der Stahlindustrie hin zu einer CO2-freien Stahlerzeugung. Wasserstoff  wird dabei künftig eine wichtige Rolle spielen. Stolz sind wir auch auf die Entwicklung eines vollkommen neuen Designs für Sprühköpfe, die zum Kühlen der Gesenke in Schmiedepressen eingesetzt werden. Design, Konstruktionsweise und die Art der Fertigung als 3D-Druck wurden mit dem German Design Award ausgezeichnet.

Prof. Dr.-Ing. Katja Windt: Für einen Kunden in Kanada haben wir den kompletten Stahlwerksbereich mit einem neuen Prozessoptimierungs- und Planungssystem basierend auf unserer X-Pact® Process Guidance ausgestattet. Big River Steel in den USA und die Shandong Iron & Steel Group Rizhao in China sind weitere Beispiele die zeigen, wie sich die gesamte Wertschöpfung vom flüssigen Metall bis zum fertigen Produkt digitalisieren lässt. Im Bereich Hafenlogistik ist uns ein beachtlicher Vorstoß gelungen. Gemeinsam mit DP World entwickeln wir ein neues und intelligentes Lagersystem, bei dem jeder Container in einem eigenen Fach untergebracht ist – der Zugang ist jederzeit frei möglich, ohne einen anderen Container bewegen zu müssen. Geschwindigkeit, Energieeffizienz und Sicherheit können so erhöht und die Kosten erheblich reduziert werden.


Mit welchen Themen hat sich die SMS group im Jahr 2018 verstärkt beschäftigt?

Burkhard Dahmen: Bei all unseren Geschäftstätigkeiten spielen Zahlen unbestreitbar eine wichtige Rolle. Dank einer gleichbleibend starken Auftragslage konnte die SMS group ihre finanzielle Unabhängigkeit sichern. Der Technische Service ist für uns weiterhin ein Schwerpunktthema, denn er ist das Herzstück der Partnerschaft mit unseren Kunden. Wie die Beschäftigung mit den Megatrends beweist, richten wir den Blick zudem auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Umweltschutz und New Horizon.

Michael Rzepczyk: 2018 haben wir ein strafferes Projektmanagement in den Fokus gerückt – dieses Bestreben spiegelt sich auch in der Task Force ’21 wider. Da Projekte zunehmend kleinteiliger, komplexer und preiskritischer werden, ist Disziplin bei der Abwicklung entscheidend. Wichtige Werkzeuge sind Software und Tools, die dabei helfen, den Überblick über die projektrelevanten Aspekte zu behalten und diese auch richtig zu deuten, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

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„Der Technische Service ist das Herzstück der Partnerschaft mit unseren Kunden.“

Burkhard Dahmen, CEO, SMS group GmbH

Die Task Force ’21 ist ein Transfor­ma­­tions­pro­gramm, mit dem das Kern­geschäft gestärkt werden soll. Welche Idee steckt dahinter?

Torsten Heising: Der sich verändernde Markt stellt Anforderungen an uns, denen wir uns stellen müssen. Dazu sind gewisse Neuerungen im Unternehmen nötig, die einerseits die Abwicklungsprozesse verbessern, andererseits für Kosteneinsparungen sorgen. Zur Erarbeitung der unterschiedlichen Maßnahmen gibt es Central Projects, die den Rahmen abstecken, und Verantwortliche, die auch die Umsetzung im Blick haben.


Das Programm soll alle Mitar­beiter miteinbeziehen – sie selbst sind als Paten im Projekt dabei. Geht es also auch um die Stärkung der Unter­nehmenskultur?

Torsten Heising: Ja, auf jeden Fall. Unser Wunsch ist es, dass sich alle Mitarbeiter aktiv in das Transformationsprogramm einbringen. Denn wenn sie es mitgestalten, ist auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie die darin getroffenen Entscheidungen mittragen. Dazu gehört auch, neue Methoden und Arbeitsweisen in der Praxis zu verankern.

Prof. Dr.-Ing. Hans Ferkel: Deswegen war es uns auch wichtig, dass die Mitarbeitermaßnahmen, die der Betriebsrat aus den Anregungen in der Mitarbeiterbefragung zusammengefasst hat, Bestandteil des Programmes werden. Wir nehmen die Kritik unserer Mitarbeiter sehr ernst und wollen gemeinsam Verbesserungen erreichen, wenn es an irgendwelchen Stellen hakt.

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„Eine gute Zusammenarbeit funktioniert nur auf Augenhöhe, also auf partnerschaftliche Art.“

Michael Rzepczyk, COO, SMS group GmbH

Das partnerschaftliche Miteinander steht bei der Zusammenarbeit mit den Kunden der SMS group nach wie vor im Vordergrund. Wie gut lässt sich das umsetzen?

Michael Rzepczyk: Wir haben hierbei sehr viele gute Erfahrungen gemacht, denn unserer Ansicht nach funktioniert eine gute Zusammenarbeit nur auf Augenhöhe, also auf partnerschaftliche Art und Weise. Wir gehen in den direkten Austausch mit dem Kunden, denn so bringen wir in Erfahrung, welche individuelle Lösung für ihn die passende ist. Die Ausgangslage und die Ansprüche sind von Kunde zu Kunde verschieden – darauf stellen wir uns immer wieder neu ein.

Burkhard Dahmen: Unseren Leitsatz „Leading Partner in the World of Metals“ nehmen wir nach wie vor sehr ernst. Er steht auch in direktem Zusammenhang mit den vier Megatrends, die wir 2018 in den Blickpunkt gerückt haben. Sie zeigen nämlich, wie sich der gesellschaftliche Wandel in Zukunft gestalten wird und auf welche Marktentwicklungen wir uns dadurch einstellen müssen. Letztlich sind die Megatrends Instrumente, um unsere Spitzenposition auch künftig zu halten.

Torsten Heising: Um das Städtewachstum geht es beim Megatrend Urbanisierung. Bauen wird gerade in großen Metropolen anspruchsvoller und das stellt auch hohe Anforderungen an die dort verwendeten Materialien. Die Stahlindustrie muss aufrüsten. Ein gutes Beispiel dafür ist das Unternehmen Maanshan Iron & Steel in China. Mit seinem neuen, flexiblen Profilwalzwerk kann es neben schweren auch superschwere Jumbo-Träger herstellen. Die sind beim Bau von besonders hohen Gebäuden gefragt.

Prof. Dr.-Ing. Katja Windt: Die Digitalisierung und damit einhergehend das Thema Industrie 4.0 sind weiterhin die beherrschenden Entwicklungsfelder unserer Zeit. Die intelligente Verknüpfung von Daten und Maschinen bilden hierbei die Basis für einen Mehrwert. Unsere Lösungen aus dem Bereich Elektrik und Automation stellen die vielen Daten bereit, die unverzichtbar für eine weitgehende Digitalisierung sind. Um die Konnektivität erfolgreich zu begleiten, entwickeln wir für unsere Kunden neue Netzwerkkompetenzen und ein ganzheitlich-systematisches Verständnis des digitalen Wandels.

Michael Rzepczyk: Mobilität geht viele Wege. Über Schienen, Straßen, das Wasser und durch die Luft. Für schnelle Transportmittel ist die Leichtigkeit eine entscheidende Eigenschaft beim Material. Kein Wunder also, dass Aluminium immer gefragter ist. Dank zweier neuer Elektroreduktionsöfen kann Press Metal Berhad, der führende Aluminiumhersteller in Südostasien, die Herstellung von Silizium optimieren – ein entscheidendes Element für Aluminiumlegierungen.

Prof. Dr.-Ing. Hans Ferkel: Ein nachhaltiger Anlagenbetrieb hat in der Stahlbranche eine immer größere Bedeutung. Wir arbeiten schon lange an effizienten Lösungen, um die Umweltbelastungen zu senken. Ein Beispiel ist die Modernisierung der Gasreinigungsanlage der Uddeholm AB in Schweden. Abgase werden deutlich effektiver abgesaugt und während der Schrotttrocknung entstehen keine Schadstoffe mehr.

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„Ziel unserer Digitalisierungs­strategie ist es, aus Daten neuen Wert bei unseren Kunden und in unserer SMS group zu schaffen.“

Prof. Dr.-Ing. Katja Windt, CDO, SMS group GmbH

Wo geht es für die SMS group künftig hin?

Prof. Dr.-Ing. Katja Windt: Nachdem unsere Digitalisierungsstrategie erfolgreich entwickelt und vorangetrieben wurde, müssen wir nun mehr Zeit damit verbringen, sie intern und extern zu erklären und zu diskutieren. Wenn wir uns mit den Chancen der Digitalisierung beschäftigen, haben wir nicht nur Großprojekte im Blick. Unsere Digitalprodukte werden auch bei kleinen Vorhaben und Modernisierungen eingesetzt. Uns ist es besonders wichtig, dass jeder Kunde mit uns seine digitale Zukunft gestalten kann. Der zukünftige Erfolg unseres Portfolios an digitalen Produkten und Dienstleistungen hängt auch von unserer Transformation zu einem digitalen Unternehmen ab. Wir haben eine klare Strategie und Roadmap zur Verbesserung unserer IT-Landschaft und Prozessqualität, die Schritt für Schritt umgesetzt wird und die SMS group fitter für die Erschließung der digitalen Potenziale jetzt und in der Zukunft macht.

Burkhard Dahmen: Aufgrund unserer Bemühungen sind wir sehr optimistisch. Indem wir unsere Digitalisierungsoffensive vorantreiben, die aktuellen und kommenden Innovationen von New Horizon vermarkten und bei Bedarf wertvolle Additionen akquirieren, sind wir gut aufgestellt, um unsere Führungsposition zu behalten. Auf diese Weise – davon sind wir überzeugt – werden wir in unserem mit Innovationen entwickelten Kerngeschäft Vertrieb, Engineering und Service erfolgreich bleiben.

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„Ein nachhaltiger Anlagenbetrieb hat in der Stahlbranche eine immer größere Bedeutung.“

Prof. Dr. Hans Ferkel, CTO, SMS group GmbH


Unsere Vision – unsere Handlungsfelder

Unser Anspruch ist es, weltweit führender Partner in der Metallindustrie zu sein. Der Erfolg unserer Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist unsere Verpflichtung. Schnell, flexibel und zu­verlässig entwickeln wir individuelle und modulare Lösungen, damit sich unsere Kunden erfolgreich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Dabei sind vier Handlungsfelder für uns maßgeblich:

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Maßgeschneiderte Lösungen

GEMEINSAM ENTWICKELN

Wir bieten unseren Kunden schlüssel­­­fer­tige Gesamtlösungen für eine in­no­­va­tive Anla­gentechnologie – komplett mit Ge­bäuden und In­fra­struktur, maß­ge­schnei­derter Logistik und den notwendigen Nebenanlagen.

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Digitalisierung

GEMEINSAM RICHTUNGSWEISEND

Mit modernsten Innovationsmethoden, metallurgischem Prozess-Know-how und technologischem Fachwissen ent­wickeln wir neue digitale Produkte, die nachhaltig und wertstiftend zum Erfolg unserer Kunden beitragen.

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Modernisierung

GEMEINSAM NEU GESTALTEN

Unsere langjährige Erfahrung und das wertvolle Wissen unserer Modernisierungsspezialisten bilden die Basis dafür, wie präzise und effizient wir Anlagen von früher auf die Technologie von heute umrüsten.

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Rundum-Service

GEMEINSAM LEISTUNGSSTARK

Der Technische Service der SMS group steht weltweit an über 50 Standorten bereit, um leistungsstarke Service­pakete ganz nach den Wünschen unserer Kunden entlang der gesamten metallurgischen Prozesskette zu bieten.

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